IMG_0242_edited.jpg

MIT DER RIKSCHA LASTRUP ERKUNDEN

Menschen mit eingeschränkter Mobilität können in Zukunft vom Angebot des sozialen Vereins „Bürger für Bürger“ profitieren. Seit einiger Zeit düsen die beiden modernen Doppelsitzer-Rikschas, die die Kleebaum-Stiftung dem Verein gestiftet hat, durch die Gemeinde. Neun Fahrer wechseln sich im ehrenamtlichen Dienst ab. Das Fahrten-Angebot richtet sich an alle Menschen mit eingeschränkter Mobilität in der Gemeinde Lastrup. „Jeder, der diese Voraussetzungen erfüllt, kann das Angebot nutzen, muss allerdings zum zentralen Abfahrts- und Ankunftsort – das ist der Parkplatz vor dem Altenwohnheim – gebracht werden“, so Rudi Brinkmann, Vorsitzender des Vereins „Bürger für Bürger“. 

 

Rikschas gespendet

Franz-Josef Schewe, Vorstandsmitglied der Cloppenburger Kleebaum-Stiftung, erinnerte daran, dass die Stiftung ein gemeinnütziger Verein sei, der sich eng mit der Heimatregion verbunden fühle. „Uns liegen Projekte am Herzen, die unsere Gesellschaft stärken und die Menschen in unserer Heimat gezielt unterstützen. Für diese Ziele fördern wir soziale, kulturelle, bildungsnahe und ökologisch wertvolle Projekte, die Menschen bewegen, gemeinsam mit uns für die Allgemeinheit zu wirken“, erläuterte Vorstandsmitglied Franz-Josef Schewe. Mit dem Verein „Bürger für Bürger“, der Kleebaum-Stiftung und dem St.-Elisabeth-Stift sei eine ideale Kooperation entstanden, ein Glücksfall. Die Kleebaum-Stiftung stelle das Material zur Verfügung, BfB leiste die organisatorische Arbeit und das St.-Elisabeth-Stift stelle Räumlichkeiten für die Rikschas.

 

Mit den beiden Doppelrikschas könnten immer vier ältere Personen und zwei Fahrer unterwegs sein. Das sei sicher geselliger, als wenn vorne nur eine Person sitzen könne. Inzwischen seien die ersten Fahrten unternommen, so Vereinsvorsitzender Brinkmann. Die älteren Menschen seien durchweg begeistert. Unter www.bfb-lastrup.de/rikscha-lastrup können sich Interessierte für Fahrten anmelden.

Es können immer zwei Personen pro Rikscha mitfahren. Gemeinsam wird dann die Fahrtroute festgelegt. Eine Fahrt dauert maximal zwei Stunden. Unterwegs werden kleinere Pausen zum Verweilen und Genießen eingelegt. Wer sich nicht online anmelden möchte, kann bei Rudi Brinkmann (Tel. 04475/575) oder Franz-Josef Schewe (0171/3147207) anrufen.

Neun Ehrenamtliche

 

Man habe inzwischen sechs Fahrer und drei Fahrerinnen gewinnen können. Ziel sei es, einen Pool von 20 Ehrenamtliche zu rekrutieren. „Dann können wir zweimal wöchentlich, am Dienstag und Donnerstag, zweistündige Fahrten anbieten, und jeder Fahrer braucht nur einmal im Monat zu fahren“, so Brinkmann und Schewe. Bei ihnen können sich auch Interessierte, die gelegentlich ein bis zwei Stunden Zeit spenden und mit älteren Menschen durch die Gemeinde radeln möchten, melden.

Ein Flyer des Vereins „Bürger für Bürger“, der in der Gemeinde und bei den Sparkassen ausliegt, enthält alle näheren Informationen zu den Rikscha-Fahrten.

Bildunterschrift:

Die Organisatoren der Rikscha-Fahrten, Rudi Brinkmann (vorn) und Franz-Josef Schewe (hinten), starten zur Jungfernfahrt mit den neuen Doppelsitzer-Rikschas.

Bild: Melanie Hüstege

Quelle: Nordwest Zeitung - Ausgabe vom 05.07.2022

< ZURÜCK ZU »AKTUELLES«